Bockermann führt SPD-Fraktion

Enger. In der konstituierenden Fraktionssitzung wählte die SPD Gerhard Bockermann zu ihrem Fraktionschef. Der alte und neue Vorsitzende der SPD im Rat der Stadt Enger wird unterstützt von Joachim Heisig (1. Stellvertreter) und Klaus Walther (2. Stellvertreter).
Kassierer Gerhard Lohmann, Geschäftsführer Jörg Pultermann und Beisitzer Rolf-Gernot Seelmeyer komplettieren den neuen Fraktionsvorstand.
Mit 16 Sitzen (+2 gegenüber der Wahl 1999) stellen die Sozialdemokraten die stärkste Fraktion im neuen Rat. Bemerkenswert: Die SPD gewann 15 von 17
Direktmandaten. "Mit unseren fünf neuen Ratsmitgliedern Jörg Pultermann, Udo Deters, Peter-Michael Müller, Klaus Walther und Siegbert Kralemann haben wir in der Fraktion eine gute Mischung", freut sich Vorsitzender Gerhard Bockermann.
Zur Erinnerung: Die CDU verfügt im neuen Rat nur noch über 12 (-4) Sitze. Die Grünen verdoppelten ihre Mandate von zwei auf vier. Die FDP ist weiterhin mit zwei Mitgliedern im Rat vertreten. Folglich haben CDU/FDP ihre Ein-Stimmen-Mehrheit im Rat verloren.
In ihrer konstituierenden Fraktionssitzung hat die SPD beschlossen, Gespräche mit den Grünen über eine Zusammenarbeit zu führen. Neben inhaltlichen Fragen wird es dabei auch um Personalfragen gehen.

So müssen in der konstituierenden Ratssitzung am 14. Oktober auch der 1. stellvertretende und der 2. stellvertretende Bürgermeister gewählt werden. Für den Stellvertreterposten will die SPD einen Wahlvorschlag unterbreiten.
Festhalten will die SPD an der im Zuge der Verwaltungsreform angestrebten Reduzierung der Ausschüsse. Demnach wären neben dem Haupt- und Finanzausschuss sechs weitere Ausschüsse zu bilden.

Interessant in diesem Zusammenhang: Bei der Bildung von 11-er Ausschüssen wäre die FDP in den Gremien nicht vertreten. Die SPD würde über sechs Sitze verfügen,die CDU über vier und die Grünen über einen Sitz. Die FDP könnte allenfalls ein
beratendes Mitglied (ohne Stimmrecht) entsenden. Ob es aber dazu kommt, bleibt abzuwarten. Denkbar ist, dass es zwischen FDP und einer anderen Partei zu einer Listenverbindung kommt, wodurch sich die Besetzung der Ausschüsse ändern würde.
Erfahrungsgemäß ist davon auszugehen, dass die Besetzung der Ausschüsse erst in der November-Ratssitzung erfolgen wird.